Die Sonderausstellung geht der aktuellen Frage nach, wie sich die Zukunft der Arbeit verändert, wenn der Mensch immer mehr in Konkurrenz zu künstlichen Intelligenzen tritt. Finden sich neue Formen der Zusammenarbeit, die ein freieres Arbeiten ermöglichen oder schaffen wir uns als Arbeitende zunehmend selbst ab? Das Ausstellungsprojekt des Museums der Arbeit und des Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung thematisiert in 11 Stationen, welche fundamentalen Umbrüche durch KI und Roboter in der Arbeitswelt bereits stattfinden und welche Entwicklungen uns noch bevorstehen könnten. Die Schau diskutiert gleichermaßen Chancen wie Risiken und regt an, sich mit unserer Rolle in einer künftigen Arbeitswelt auseinanderzusetzen.
Die Szenografie der Ausstellung greift die Verbindung von Mensch und Maschine auf, mit einer Dramaturgie, die ihren Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft spannt. Der Eingangsbereich, bestückt mit Gemälden eines romantisierenden Arbeitsbildes, ist in ein warmes, gedämpftes Licht getaucht. Kontrastierend dazu findet man sich dann in der großen Fabrikhalle inmitten eines »neuronalen Netzwerkes« wieder, das an das menschliche Gehirn mit seinen Nervensträngen und Synapsen erinnert, ebenso wie an das Innere einer künstlichen Intelligenz – klar, kühl, technisch, schnell. Die den gesamten Raum durchziehenden Stränge leiten zu den einzelnen Stationen und schaffen thematische Bezüge. Alles ist mit allem verbunden in einer bewusst reduzierten, konzentrierten und nicht-statischen Gestaltung. Ein interaktives, partizipatives Forum am Schluss der Ausstellung bietet einen Ort für den Diskurs.
Gestaltungsprozess
Projektteam
Gewerkdesign
Jens Imig
Birgit Schlegel
Licht und Aufbau
- Team Museum für Arbeit
- Uwe Sinkemat
Fotografie
- Pablo Hassmann