Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie

Eine bühnenartige Ausstellung zu den herausfordernden und geschichtsbestimmenden Jahren 1919 bis 1923 in Bayern

Aktuell zu sehen in Haus der Bayerischen Geschichte, Regensburg

Für das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg gestaltete gewerkdesign die Bayernausstellung 2026: „Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie“. In der Ausstellung geht es um die Jahre 1919 bis 1923 in Bayern, in denen sich Adolf Hitler von der Zuschauer- in die Statisten- und schließlich in die Hauptrolle drängte, und die politischen und gesellschaftlichen Umstände, im Kontext derer das geschehen konnte.

Bühnenartige Ausstellungsszenografie in fünf Akten
Die Geschichtsausstellung inszenierten wir, einem Theater nachempfunden, in fünf Akten, in denen viele Akteure „figürlich“ die Geschichte der Radikalisierung erzählen. Die szenische, multimediale Gestaltung ermöglicht einem breiten Publikum den Zugang zu einem komplexen politischen Thema. Von einem zentralen Zuschauerraum aus, dem „Brennpunkt“, überblicken die Besuchenden durch fünf Bühnenportale die fünf begehbaren Szenen. Die Szenen sind durch ein großes Hintergrundbild (Bühnenprospekt) abgeschlossen und mit historischen Objekten, Fotografien und Dokumenten sowie aktuellen Texten und audiovisuellen Inhalten ausgestattet. Die Besuchenden bewegen sich in den Szenen und werden selbst Teil des Bühnenbildes. Die daran angeschlossenen „Hinterbühnen“ enthalten vertiefende Informationen zu den Schlüsselmomenten der Geschichte.

Bauliche und mediale Gestaltungsmittel unterstützen die Inszenierung
Die Ausstellungsbauten der Vorderbühnen sind hochwertig lackiert und kulissenhaft. Die Hinterbühnen haben Backstage-Charakter: Die Gestelle sind teilweise offen und mit matter Dispersionsfarbe gestrichen. Hier ist der Ausstellungsbau pragmatisch: Verbindungen, Stabilisierungen und Versteifungen werden mit einfachen, schwarzen Theaterlatten sichtbar ausgeführt. Darüber hinaus ist ein filmisches Medienelement raumprägend. Ein Projektionsband, das von der Decke abgehängt ist und auf den Raumseiten an der Wand über den Ausstellungsbauten entlangläuft, bindet die Szenografie räumlich zusammen. Das Projektionsband ist in Abschnitte gemäß den davor liegenden Szenen unterteilt und unterstützt deren Inhalte mit historischem und mit heutigen gestalterischen Mitteln ergänztem Bewegtbild.

Gestaltungsprozess
Projektteam

Gewerkdesign

Jens Imig Jens Imig
Birgit Schlegel Birgit Schlegel
Julia Junghänel Julia Junghänel
Carsten Saalmann Carsten Saalmann
Susanne Benzing Susanne Benzing
Antoine Laurent Antoine Laurent
Takaya Kobayashi
Mattea Müther
Presse
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