Der Titel der Ausstellung leitet sich von dem Titel einer Zeitschrift aus Zeilshain ab, den schon ein jiddisches Partisanenlied trug: Unser Mut.
Die Situation nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa ist unübersichtlich. Lebenslinien, Schicksale und Wege kreuzen sich. Aus diesem Liniengeflecht entsteht ein fragiles, temporäres Netzwerk, in dem die privaten und öffentlichen Räume des jüdischen Lebens neu verhandelt werden: Jüdische Überlebende und Flüchtlinge werden als aktive Gruppe skizziert, die sich um Wiedergutmachung, Gerechtigkeit und Dokumentation der nationalsozialistischen Verbrechen einsetzt. Exemplarisch werden sieben Installationen, die Städte und Landkreise in Europa porträtieren, ausgestaltet.
Die Bauten der Ausstellung sind entsprechend der Inhalte und Exponate in ihrer Kubatur, Materialität und Konstruktion unterschiedlich. In der Detailgestaltung folgen die Bauten allerdings gemeinsamen ästhetischen Prinzipien in Linienstärken der Gestelle, Flächen und Grafiken. Text- und Grafikflächen sind aufeinander abgestimmt. Ein in sich stimmiger Farbraum für jede Stadt wird entwickelt.
Gestaltungsprozess
Projektteam
Gewerkdesign
Jens Imig
Birgit Schlegel
Bianca Mohr
Ton
- Peter Imig
Multimedia
- Graphscape
Umsetzung Satz und Texte
- vogelfrei design, Claudia Wagner, Lissabon
Bauausführung und Druck
- Fa. Schreiber, Frankfurt
Fotografie
- Norbert Miguletz, Jüdisches Museum Frankfurt