Die in Berlin, Hamburg, Dortmund, Steyr, Prag, Warschau und Moskau gezeigte Wanderausstellung illustriert an 60 repräsentativen Fallgeschichten die Maschinerie der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs: Mit dem Ziel, Europa zu unterwerfen und auszubeuten, wurden die vom nationalsozialistischen Deutschland besetzten Gebiete geplündert und mehr als 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder zum Arbeiten verschleppt. Mithilfe eines Metallgerüstes, das Technik, Licht und alle Vermittlungsmedien trägt, entstehen linear gegliederte Ausstellungsräume - unterschiedlich gestaltet in Farbgebung, Beleuchtung und Binnenstruktur. Um die Grausamkeit und Bedrohlichkeit des Systems »Zwangsarbeit« zu verdeutlichen, werden die modularen Ausstellungsbauten im Laufe des Erzählstrangs höher, dichter und dunkler. Das Schlusswort der Schau ist jedoch den Zeitzeugen vorbehalten, die in Videos von von ihren persönlichen Geschichten berichten.
Gestaltungsprozess
Projektteam
Gewerkdesign
Jens Imig
Birgit Schlegel
Julia Junghänel
Architektur
- Johannes Gotaut
- Jan Leisse
Ausstellungsbau
- Walther Expointerieur
Schriftsatz
- Klaus Böhm
Druck
- Radebeuler Machwerk e.K., Radebeul
Fotografie
- Christoph Musiol