Wikingerdämmerung.
Zeitenwende im Norden

Sonderausstellung

Die Ausstellung „Wikingerdämmerung. Zeitenwende im Norden“ in der alten Reithalle von Schloss Gottorf bei Schleswig beschäftigt sich mit dem Ende der Wikingerzeit und ihrem Übergang ins Mittelalter. Schleswig und die ganz in der Nähe befindliche einstmalige Wikingerstadt Haithabu spielen Schlüsselrollen in diesem Prozess. Ziel der Ausstellung ist es zu zeigen, dass die Kultur der Wikinger nicht zu einem jähen Ende kam, sondern in der christlich geprägten Kultur des Mittelalters aufgegangen ist und den Lauf der Geschichte indirekt weiterhin beeinflusst hat – bis heute. In enger Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen und kuratorischen Team des Hauses haben wir eine Ausstellung gestaltet, die sowohl für die Öffentlichkeit als auch für das Fachpublikum lehrreich und kurzweilig ist. Über die Themenfelder Macht, Wirtschaft und Religion entschlüsseln wir Unterschiede und Gemeinsamkeiten von der Kultur der Wikinger und der unsrigen.

Szenografie mit Blick auf die Ausstellungshalle als Ganzes
Die Szenografie der Ausstellung ist eine räumliche Sequenz der Themenfelder, die stets auch auf die Gegenwart bezogen werden. Das Erscheinungsbild der Ausstellung leitet sich aus der historischen Bildsprache und Farbpalette des berühmten Teppichs von Bayeux ab, ein 70m langes textiles Dokument jener Zeit, das von den Geschehnissen in Bildform erzählt und als maßstabsgetreue Reproduktion hier zu sehen ist. Die Farbpalette dient auch dazu, die Themenfelder zu segmentieren. So ist es möglich, den offenen Raum ohne Einzug neuer Wände in klar unterscheidbare, aber in der Einheit stimmige Bereiche zu unterteilen. Bei einem Blick in den einzelnen Ausstellungsraum hinein ist er so auch bei der Segmentierung der Themenfelder und der Vielfalt der Exponate als Ganzes wahrnehmbar.

Raumgrafik inszeniert historische Inhalte mit aktuellen Gestaltungsmitteln
Als räumliche und inhaltliche Klammer zeigen großflächige Landkarten an den beiden kurzen Seiten der rechteckigen Reithalle die historischen Veränderungen zwischen 1066 (Zerstörung Haithabus) und 1200 (Stadtrechterhalt von Schleswig). Von der Empore aus gesehen zeigen sich die Landkarten in einem Blick mit dem Teppich von Bayeux, so dass diese Inhaltselemente sich gegenseitig verstärken. Von uns gezeichnete Figurengruppen finden sich in den Themenfeldern als großformatige Szenen, die die Welt der Wikinger illustrieren. Per Projektion auf die Wände geworfen sind sie digital animiert und mit Klang untermalt, was sie lebendig wirken lässt und aus der Starre der Vergangenheit holt. Mit 53.000 Besuchenden verzeichnet Schloss Gottorf bei »Wikingerdämmerung. Zeitenwende im Norden« einen Besucherrekord. So viele Menschen wie noch nie zuvor auf Schloss Gottorf haben sich diese Sonderausstellung angesehen.

Gestaltungsprozess
Projektteam

Gewerkdesign

Jens Imig Jens Imig
Susanne Benzing Susanne Benzing
Sophia Bouveret Sophia Bouveret
Antoine Laurent Antoine Laurent
Florian Roth Florian Roth
Carsten Saalmann Carsten Saalmann
Gabriel Tecklenburg Gabriel Tecklenburg

Sound Animationen

  • Peter Imig

Ausstellungsbau

  • Schreinerei Langner, Sondershausen
  • Raumsektor, Berlin
  • Rost Werbetechnik, Berlin

Medientechnik

  • artavi, Perleberg

Fotografie

  • gewerkdesign
  • Marcus Dewanger / Landesmuseen Schloss Gottorf
Presse
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