What the City.
Perspektiven unserer Stadt

Interimsausstellung im Münchner Stadtmuseum

Aktuell zu sehen in Münchner Stadtmuseum

gewerkdesign wurde vom Münchner Stadtmuseum beauftragt, hochrelevante Themen der Stadt in der Ausstellung »What the City. Perspektiven unserer Stadt« räumlich zu inszenieren. Das Museum befindet sich noch für mehrere Jahre in einem Prozess der Generalsanierung und Neukonzeption, aber das Zeughaus im Erdgeschoss, eine spätgotische Säulenhalle, steht schon jetzt für diese Interimsausstellung zur Verfügung. In unserer laborhaften Ausstellung werden partizipative und barrierearme Ansätze erprobt, die später auch als Blaupause für die weitere Museumsgestaltung fungieren können.

Ausstellungsarchitektur als Hinweis auf urbane Widersprüche
In zehn Kapiteln werden identitätsstiftende, aber auch problematische Themen der bayerischen Landeshauptstadt, darunter Tradition und Wachstum zum einen, Armut und Rassismus zum anderen, beleuchtet. Der vermeintlich idyllischen Stadt München setzen wir eine provisorische Ausstellungsarchitektur aus urbanen Elementen gegenüber, um auf die latente Unordnung hinter der aufgeräumten Kulisse hinzuweisen: Baugerüste, Absperrzäune und Überwachungskameras bilden die architektonische Grundstruktur der Ausstellung. Die asymmetrische, irreguläre Ausstellungsarchitektur in der mittelalterlichen Bestandsarchitektur weist darauf hin, dass München nicht unbedingt so geordnet und harmonisch ist, wie die Eigendarstellung und das landläufige Klischee es suggerieren. Auch das Licht setzen wir dafür ein: Das weiße, geometrische Gewölbe der Bestandsarchitektur von unten angestrahlt, wodurch sich verschachtelte Schattenwürfe ergeben und die lebendige Unruhe in der Ausstellungsarchitektur noch stärker betont wird.

Barrierearme und partizipative Szenografie
Unser zentrales Gestaltungselement ist eine hölzerne Plattform, die den gesamten Raum umläuft und die Ausstellung barrierefrei zugänglich macht. Von der Plattform aus bieten sich laufend neue, vielschichtige Raumansichten, in denen die Exponate in wechselnden Kombinationen sichtbar werden. In den Raum als Exponate eingebracht haben wir beispielsweise städtische Sitzbänke mit metallenen Armlehnen, deren defensive Konstruktion Obdachlose fernhalten soll, Holzpaletten von Parklets, wo öffentlicher Raum dem Gemeinwohl zur Verfügung gestellt wird, das DJ- und VJ-Pult des geschlossenen Technoclubs Harry Klein, um auf die Verdrängung der Subkultur durch Immobilienspekulation hinzuweisen, einen Friseursalon als Treffpunkt, um sich Geschichten über Alltagsdiskriminierung anzuhören und sich dabei selbst im Spiegel zu sehen – all das sind szenografische Elemente, mit denen wir die Widersprüchlichkeit Münchens darstellen. Es gibt diverse Möglichkeiten, die eigene Meinung zu äußern und an Hands-on-Stationen an der Ausstellung mitzuwirken. Die Ausstellung ist außerdem stark durch ihre grafische Gestaltung bestimmt. Großformatige Infografiken und ein Set von speziell entwickelten Emoticons haben einen hervorgehobenen Stellenwert in unserer szenografischen Gestaltung.

Gestaltungsprozess
Projektteam

Gewerkdesign

Jens Imig Jens Imig
Julia Junghänel Julia Junghänel
Anna Koppmann Anna Koppmann
Bianca Mohr Bianca Mohr
Janine de Souza Janine de Souza
Florian Roth Florian Roth
Adele Heymann

Projektleitung

  • Frauke von der Haar, Thomas Weidner

Projektmanagement

  • Luisa Rupprich

Bauleitung

  • Raymond Wetzelaar

Medienstationen

  • Artavi, Jörgen Pisarz

Mediengestaltung

  • Claudius Schulz

Interaktive Stationen

  • Alexandra Jäger, Karin Schad

Inklusion

  • Petra Waidosch

Fotografie

  • gewerkdesign
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