Für unseren langjährigen Auftraggeber bcc Berlin Congress Center entwickelten wir nach 2002 und 2012 jetzt zum dritten Mal die Corporate Identity weiter. Jedes Mal bringen wir den Auftritt und das Selbstverständnis des Unternehmens auf einen neuen Level und versuchen in puncto Gestaltung zeitgemäße und richtungsweisende Impulse zu setzen. Dafür arbeiten wir seit 2025 mit einem Kompetenzteam von Berliner Gestalter:innen zusammen, die uns mit ihren besonderen Skills inspirieren und die bereits bekannte Marke bcc mit ihrem kreativen Potenzial ergänzen.
Die Corporate Identity für das bcc basiert beim Corporate Design auf Gestaltungsprinzipien, die das einzigartige und denkmalgeschützte Gebäude – 1964 errichtet von einem der führenden Architekten der DDR, Hermann Henselmann – bereits vorweist. Der zentrale Kuppelbau innerhalb eines quadratischen Grundrisses, die Kombination aus Funktionalität und kunsthandwerklichen Interventionen sowie die originale Farbpalette sind das Fundament für unsere Gestaltung.
Ein Sinnbild für die kreative Verbindung von Architektur und Gestaltung ist unser bcc-Ornament. Es ist kein obligatorisches Element der Markenpräsentation, sondern ein zusätzliches dekoratives Mittel, welches gezielt in besonderen Situationen Anwendung findet. Es gibt dem Corporate Design eine gewisse Unvorhersehbarkeit. Entsprechend dem Konzept Henselmanns ist das Ornament eine Art gestalterischer Störer, der das Corporate Design auf spielerische Weise ergänzt.
In Zusammenarbeit mit dem Typografen René Bieder entwickelten wir die exklusive Hausschrift »bcc Type« auf der Grundlage seiner Schrift »Neurath«, die wiederum eine zeitgemäße Interpretation der »Futura« ist. Ausgangspunkt der gestalterischen Eingriffe war das Logo des bcc, dessen spornloses »b« als formaler Leitgedanke für die gesamte Schrift diente.
Sprachliche Aspekte wurden von Iris Hochhaus neu entwickelt und in eine Form gebracht, die den Charakter und das Angebot des bcc auf ansprechende Weise wiedergeben und die Arbeitgebermarke sympathisch, offen und transparent nach innen sowie nach außen kommuniziert.
Die Architekturfotografie von Christoph Musiol stellt die Formen, Farben, die einzigartigen innenarchitektonischen Details und das Umfeld des ikonischen Gebäudes in seiner klaren Ästhetik passend dar. Im Fokus stehen die Zeitlosigkeit der Architektur sowie das ganzheitliche Konzept des Gebäudes, das seine vielseitige Bespielbarkeit ermöglicht.
Der Fotograf Sebastian Wells, Mitglied der Agentur Ostkreuz, zeigt die Mitarbeitenden des bcc in konkreten, ungestellten Situationen in allen Arbeitsbereichen, um ihre Sichtbarkeit nach außen zu verstärken. Dabei wird ihr teamorientiertes Agieren in der besonderen Veranstaltungsarchitektur hervorgehoben. Der Stil ist bewegungsreich, authentisch und menschlich.
Der Imagefilm und kurze Clips von UNKNOWN Berlin zeigen die Alleinstellungsmerkmale des bcc, die einzelnen Bereiche und die Vielschichtigkeit ihrer Tätigkeiten zur Realisierung von Veranstaltungen in Aktion. Die Kamera bewegt sich nah am Geschehen und blickt quasi über die Schulter der Mitarbeitenden.
Dazu tragen Lukas Backs und Arne Imig neue jazzartige Soundelemente vermischt mit Originaltönen aus der Arbeitsumgebung bei. Die Atmosphäre des Veranstaltungsortes wird so noch authentischer erfahrbar.
Die überarbeitete und gestalterisch dem neuen Corporate Design angepasste Website ist ästhetischer, übersichtlicher und intuitiver als die Vorgängerversion und richtet sich in verschiedenen Tonalitäten an Veranstaltungskunden und künftige Mitarbeitende.
Mit Einführung der aktuellen Corporate Identity betreibt das bcc von nun an Social-Media-Kommunikation auf LinkedIn und Instagram. Der Aufbau einer Abteilung, die Einbeziehung der Mitarbeitenden und die Strukturierung der redaktionellen Betreuung der Kanäle wurde unter anderem über Workshops und Musterlayouts für die Veröffentlichungen angeleitet.
In einem über 100-seitigen CI-Manual ist alles zusammengefasst, was für die nächsten Jahre als Leitlinie für die alltägliche Arbeit und Anwendung dienen soll.
Es war auch für uns etwas ganz Besonderes, ein solches Projekt gestalterisch ganzheitlich begleiten und prägen zu dürfen, von der Visitenkarte über Socken bis hin zu einem einzigartigen Piktogrammstil und einem neuen Leitsystem, das im Laufe des Jahres noch umgesetzt wird.
Projektteam
Gewerkdesign
Stefan Rothert
Gabriel Tecklenburg
Kristina von Bülow
Janine de Souza
Florian Roth
Typografie
- René Bieder
Textarbeit
- Iris Hochhaus
Fotografie (Architektur)
- Christoph Musiol
Fotografie (Team)
- Sebastian Wells, OSTKREUZ Agentur der Fotografen
Videografie
- Roddy Ziebell, UNKNOWN Berlin
Sounddesign
- Lukas Backs und Arne Imig